Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V.
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Polnische Spuren in Deutschland

Das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt und die Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn haben 2018 ein Buch mit dem Titel "Polnische Spuren in Deutschland - Ein Lesebuchlexikon" herausgegeben. Von A bis Z werden wichtige Personen, Orte und Ereignisse beschrieben, auch Unbekanntes, Vergessenes und Skurriles fehlen nicht. Der reich bebilderte Band reizt zum Blättern und zum Lesen der einzelnen Artikel, deren Verbundenheit durch den Anfangs-buchstaben hergestellt wird. So findet sich z.B. Chopin unmittelbar vor dem "Club der polnischen Versager" in Berlin - das schafft Interesse an beiden Texten. Das Lesebuch  beginnt mit Adler, Jankel, einem ostjüdischen Avantgardisten, und endet mit Zwangsarbeitern aus Polen - so deckt es die ganze Breite der deutsch-polnischen Beziehungen ab. Herausgeber sind Dieter Bingen, Andrzej Kaluza, Basil Kerski und Peter Oliver Loew. Das Buch hat fast 500 Seiten und kann über die Bundeszentrale für politische Bildung zum Preis von 7 Euro bestellt werden: www.bpb.de/shop/Zeitbilder

Markus Krzoska, Ein Land unterwegs. Kulturgeschichte Polens seit 1945,

Paderborn 2015, 436 Seiten

Leseprobe unter: http://www.schoeningh.de/uploads/tx_mbooks/9783506780850_leseprobe.pdf
Das Buch von Markus Krzoska zeige, heißt es im Begleittext des Verlags, wie stark Polen in den vergangenen 70 Jahren in gesamteuropäische und globale Zusammenhänge eingebunden gewesen sei.Krzoskas überraschende Entdeckung bestehe darin, dass die Konsequenzen der ideologischen Teilung des Kontinents im Kalten Krieg für die polnische Kultur und Gesellschaft geringer gewesen seien, als allgemein vermutet werde.

 

"Die Spur" - Film von Agnieszka Holland

Der neueste Film der bekannten polnischen Regisseurin Agnieszka Holland "Die Spur" (Originaltitel polnisch: "Pokot") wird seit dem 4. Januar 2018 in deutschen Kinos gezeigt. Auf der Berlinale 2017 wurde er mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Der Film beruht auf dem Roman von Olga Tokarczuk "Der Gesang der Fledermäuse". Im Mittelpunkt steht eine alte Frau, die in einem kleinen abgelegenen Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze lebt. Eine Reihe grausamer Morde erschüttert die Gegend - die Toten sind allesamt Jäger und Wilderer. Rächen sich die Tiere, die sonst gejagt werden? Oder ist ein Mensch für die Taten verantwortlich?
Es geht in dem Film um den Protest von Frauen gegen sture und gefährliche Männer, hier verkörpert durch eine eigensinnige alte Heldin, und um die Forderung nach Schutz der Natur und der Tiere.
Agnieszka Holland ist in Deutschland vor allem durch ihren Film "Hitlerjunge Salomon" bekannt geworden. Olga Tokarczuk ist eine der bekanntesten polnischen Schriftstellerinnen der Gegenwart.

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