Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V.
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Polnische Kultur

Polnische Spuren in Deutschland

Das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt und die Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn haben 2018 ein Buch mit dem Titel "Polnische Spuren in Deutschland - Ein Lesebuchlexikon" herausgegeben. Von A bis Z werden wichtige Personen, Orte und Ereignisse beschrieben, auch Unbekanntes, Vergessenes und Skurriles fehlen nicht. Der reich bebilderte Band reizt zum Blättern und zum Lesen der einzelnen Artikel, deren Verbundenheit durch den Anfangs-buchstaben hergestellt wird. So findet sich z.B. Chopin unmittelbar vor dem "Club der polnischen Versager" in Berlin - das schafft Interesse an beiden Texten. Das Lesebuch  beginnt mit Adler, Jankel, einem ostjüdischen Avantgardisten, und endet mit Zwangsarbeitern aus Polen - so deckt es die ganze Breite der deutsch-polnischen Beziehungen ab. Herausgeber sind Dieter Bingen, Andrzej Kaluza, Basil Kerski und Peter Oliver Loew. Das Buch hat fast 500 Seiten und kann über die Bundeszentrale für politische Bildung zum Preis von 7 Euro bestellt werden: www.bpb.de/shop/Zeitbilder

"Die Spur" - Film von Agnieszka Holland

Der neueste Film der bekannten polnischen Regisseurin Agnieszka Holland "Die Spur" (Originaltitel polnisch: "Pokot") wird seit dem 4. Januar 2018 in deutschen Kinos gezeigt. Auf der Berlinale 2017 wurde er mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Der Film beruht auf dem Roman von Olga Tokarczuk "Der Gesang der Fledermäuse". Im Mittelpunkt steht eine alte Frau, die in einem kleinen abgelegenen Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze lebt. Eine Reihe grausamer Morde erschüttert die Gegend - die Toten sind allesamt Jäger und Wilderer. Rächen sich die Tiere, die sonst gejagt werden? Oder ist ein Mensch für die Taten verantwortlich?
Es geht in dem Film um den Protest von Frauen gegen sture und gefährliche Männer, hier verkörpert durch eine eigensinnige alte Heldin, und um die Forderung nach Schutz der Natur und der Tiere.
Agnieszka Holland ist in Deutschland vor allem durch ihren Film "Hitlerjunge Salomon" bekannt geworden. Olga Tokarczuk ist eine der bekanntesten polnischen Schriftstellerinnen der Gegenwart.

Wrocław/Breslau ist Kulturhauptstadt 2016

Wrocław / Breslau ist eine von zwei Kulturhauptstädten Europas im Jahr 2016. Mit einem umfangreichen Kulturprogramm hofft die Stadt auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland. Mehr als 1000 Veranstaltungen sind im Laufe dieses Jahres geplant. Symbol der Stadt sind die Zwerge, die an die antikommunistische Opposition der 80er Jahre erinnern. Heute schmücken sie die Stadt und faszinieren durch ihre unterschiedlichen Motive.

Mehr über die Stadt und das Kulturprogramm unter www.wroclaw.pl/de

Karl Dedecius gestorben 

Der Gründer des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt Karl Dedecius starb am 26. Februar 2016 fast 95jährig in Frankfurt am Main. Dedecius, der 1921 in Łódź geboren wurde,  hat sich als Übersetzer von polnischer Literatur, vor allem von polnischer Lyrik ins Deutsche  einen Namen gemacht. Er hat wesentlich dazu beigetragen, polnische Autorinnen und Autoren für den deutschen Sprachraum zu erschließen. Eine Würdigung seines Lebens und seiner Arbeit findet sich auf der Homepage des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt: www.deutsches-polen-institut.de

 

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