Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V.
Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V.

Aktuelles

Neujahrsempfang im Rosengarten

Am Neujahrsempfang des Mannheimer Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz  wird sich die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V. erneut mit einem eigenen Stand und kulturellen Darbietungen beteiligen. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 6. Januar 2019, um 10 Uhr und dauert bis etwa 17 Uhr. Die Tanzgruppe "Kujawiak" der DPG wird gegen 13.30 Uhr ihr Können zeigen. Außerdem werden wieder Gäste aus der Partnerstadt Bydgoszcz erwartet, darunter die Sängerin Małgorzata Żurańska-Wilkowska.

Ehrung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern

Am Samstag, 23. März 2019, um 11 Uhr findet auf dem Hauptfriedhof Ludwigshafen eine Ehrung der Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter statt, die im zweiten Weltkrieg in Ludwigshafen in verschienen Unternehmen und Betrieben arbeiten mussten. Die Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck hat ihre Teilnahme zugesagt. Im Mittelpunkt wird das Gedenken an die polnischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter stehen. Veranstalter sind der Internationalen Bauorden, die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen und andere. Im Anschluss an die Ehrung referiert Dr. Klaus-Jürgen Becker vom Stadtarchiv über Leiden, Leben und Sterben der Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter in Ludwigshafen. Der Tag erinnert zugleich an die Befreiung der Stadt durch die US-Amerikaner am 23.3.1945. 

Jahrestagung des Bundesverbandes in Thorn

Vom 12. bis 14. Oktober 2018 veranstaltet die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband e.V. ihren Jahreskongress "Nachbarschaft in der Mitte Europas" in der polnischen Stadt Thorn/Toruń. Während des Kongresses wird bereits zum 14. Mal der DIALOG-PREIS verliehen. In diesem Jahr geht er an den Erzbischof emeritus Henryk Muszyński in Anerkennung seines langjährigen Engagements um die deutsch-polnische Aussöhnung. Außerdem wird das 40jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Thorn/Toruń und Göttingen gefeiert.

Das genaue Programm und das Anmeldeformular finden sich unter: https://www.dpg-bundesverband.de/deutsch-polnische-termine/nachbarschaft-in-der-mitte-europas-2018.html

100 Jahre Unabhängigkeit Polens - Konferenz in Bydgoszcz

Vom 21. bis 23. September 2018 hatte die Polnisch-Deutsche Gesellschaft in Bydgoszcz  zu einer Konferenz aus Anlass der Wiederherstellung des polnischen Staates vor 100 Jahren eingeladen. Das Thema war "polnische Perspektive - deutsche Perspektive". Gleichzeitig feierte die Partnergesellschaft der DPG Mannheim-Ludwigshafen ihr 20jähriges Bestehen. Zu der Konferenz, die  in der Universitäts-Bibliothek in Bydgoszcz stattfand, waren zahlreiche Ehrengäste sowie bekannte Referentinnen und Referenten gekommen. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Bydgoszcz Danuta Szczepaniak-Kucik sprach u. a. der stellvertretende Vorsitzende der DPG Ma-Lu Gerd Stüber-Fehr ein kurzes Grußwort. Er hob vor allem die engen Beziehungen zwischen den Partnervereinen und Partnerstädten Bydgoszcz und Mannheim hervor.

Der nächste Tag war dann dem Thema der Konferenz vorbehalten, das von verschiedenen Seiten in mehreren Diskussionsrunden erörtert wurde. Dabei ging es um die Frage der Entwicklung während und unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg, um die Medien in den deutsch-polnischen Beziehungen und um deren zukünftige Gestaltung. Dabei wurden auch Themen wie deutsche Reparationszahlungen für die Kriegszerstörungen in Polen  im zweiten Weltkrieg und die Rechte der Auslandspolen in der Bundesrepublik angeschnitten. Die Diskussionsrunden verliefen in freundlicher Atmosphäre, zeigten aber zugleich die Probleme zwischen beiden Ländern auf. Diesen Konferenztag hatte Gisela Medzeg, Vorstandsmitglied der DPG Ma-Lu, mit einem Vortrag über 100 Jahre Frauenwahlrecht in Polen und Deutschland eröffnet. Die Frauen beider Länder hatten 1918 das Wahlrecht erhalten (siehe unter: Polnische Kultur/Vorträge).

Die Tagung endete mit einer großen Gala im schönsten Hotel von Bydgoszcz, dem Jugendstilgebäude "Pod Orłem". Dabei ehrte die Vorsitzende der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Bydgoszcz alle aktiven Vorstandsfrauen und konnte selbst für ihre Arbeit zahlreiche Dankesworte entgegennehmen.

Fotos: Gerd Stüber-Fehr

100 Jahre Unabhängigkeit - Polen und Deutsche feiern

Strahlende Gesichter auf der Bühne, strahlende Gesichter vor der Bühne: Das Familienfest zur Feier der Wiedergründung des polnischen Staates vor 100 Jahren am Samstag, 16. Juni 2018, im Herzogenriedpark in Mannheim war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Eingeladen hatten die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen und die Polnische Katholische Mission Mannheim.

Begeisterten Applaus gab es für die Tanzgruppe "Ziemia Bydgoska" aus Mannheims polnischer Partnerstadt Bydgoszcz. Bewegung, Musik und Kostüme bildeten einen beeindruckenden Zusammenklang, der das Publikum mitriss. Mit ihren Tänzen voller Lebensfreude und ihrer Musikalität überzeugte auch die Tanzgruppe "Kujawiak" der DPG Ma-Lu. Der Vorsitzende Piotr Pilkowski, der mittanzt und die Gruppe leitet, lud alle tanzfreudigen Frauen und Männer ein, sich anzuschließen.

Mit ihrem Repertoire beeindruckte die "GO!band" mit der Sängerin Małgorzata Żurańska-Wilkowska aus Bydgoszcz. Auf dem Programm standen bekannte polnische Lieder aus den 20er und 30er Jahren, die vor allem bei den polnisch-stämmigen Gästen großen Anklang fanden. Für Liebhaber und Freundinnen des polnischen Jazz war der Auftritt der Band "Orange Trane" ein weiterer Höhepunkt.

Einen Rückblick auf die vergangenen 100 Jahre gab Prof. Jerzy Eisler vom Institut für Nationales Gedenken / Instytut Pamięci Narodowej aus Warschau. Er erinnerte daran, dass es in diesem Zeitabschnitt in Wirklichkeit drei Polen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen gegeben habe: Die Zweite Polnische Republik von 1918, die Volksrepublik Polen von 1944 bis 1989 und die Dritte Polnische Republik von 1989 bis heute. Nur mit dem ersten und dem dritten Datum seien eindeutig positive Assoziationen verbunden, während das zweite Datum die Jahrzehnte der kommunistischen Diktatur kennzeichne (Text in polnischer Sprache siehe unter: Polnische Kultur/Vorträge). Im November 1918 erlangte Polen nach 123 Jahren Besatzungszeit nicht nur seine staatliche Unabhängigkeit zurück, sondern gleichzeitig erhielten die polnischen Frauen – wie übrigens auch die deutschen – das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht. Daran erinnerte Gisela Medzeg von der DPG Ma-Lu in einem kurzen Rückblick (Text in deutscher Sprache siehe unter: Polnische Kultur/Vorträge).

Zur Freude aller Gästen, vor allem der Eltern und Angehörigen, trugen Kinder der Polnischen Katholischen Mission und des Vereins "Wawel" Lieder und kurze Stücke vor. Jugendliche des polnischen Sportklubs "Aligator" in Mannheim führten verschiedene Sportarten vor.

Bei schönem Sommerwetter verging der Tag allzu rasch. Eingeleitet wurde er durch Grußworte der Ehrengäste, darunter Stadtrat und Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel, Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Fulst-Blei und Dr. Andreas Schneider-Neureither, Heidelberg. Dieser hatte das Fest mit einer großzügigen Spende finanziell unterstützt. Durch das Programm führten Piotr Pilkowski, Vorsitzender der DPG Ma-Lu, und Maciej Wilkowski, Radiojournalist aus Bydgoszcz. Spiele für Eltern und Kinder sowie polnische Spezialitäten rundeten den Tag ab.

Ermöglicht wurde das Fest durch die Stadt Bydgoszcz, die Stadt Mannheim, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit Warschau, den Förderverein Städtepartnerschaften Mannheim und Spenden.

Fotos: Janeta Seifert, Günther Wilhelm, Arkadiusz Chrząstek PKM

 

DEUTSCH-POLNISCHE GESELLSCHAFT MANNHEIM-LUDWIGSHAFEN e.V.

Towarzystwo Niemiecko-Polskie Mannheim-Ludwigshafen T. z.

 

Ganztägiges kulturelles Familienfest

zur Feier der Wiedergründung des polnischen Staates vor 100 Jahren

am Samstag,16.06.2018, im Herzogenriedpark Mannheim

in Zusammenarbeit mit der Polnischen Katholischen Mission in Mannheim und polnisch-deutschen Vereinen

 

 Programm

10:00 Uhr Auftritt der Tanzgruppe "Ziemia Bydgoska", Bydgoszcz; danach "Ziemia Bydgoska" und Tanzgruppe der DPG Ma-Lu "Kujawiak" tanzen Polonäse

10:30 Uhr Offizielle Begrüßung durch die Veranstalter und Vertreter der Stadt Mannheim

10:50 Uhr Grußworte der Gäste aus Bydgoszcz

11:00 Uhr Musikalischer Auftritt der Band "Go!band", Bydgoszcz

11:30 Uhr Kurzvortrag über die Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens nach dem ersten Weltkrieg und die zweite polnische Republik

Referent: Prof. Jerzy Eisler, Warszawa/Warschau

12:00 Uhr Tanzgruppe "Kujawiak" (Trojak, Oberek, Kujawiak, Polka und Volkslieder)

12:30 Uhr Auftritt der Tanzgruppe "Ziemia Bydgoska"

13:00-14:30 Uhr Pause

14:30 Uhr Vorstellung und kulturelle Darbietungen regionaler polnischer Organisationen und Vereine

(Polnische Katholische Mission Mannheim; Aligator , Wawel e.V. u.a.)

15:30 Uhr Auftritt der „Orange Trane“ Band

16:30 Uhr Kurzvortrag über 100 Jahre Frauenwahlrecht in Polen

Referentin: Gisela Medzeg, DPG Ma-Lu

16:45 Uhr Auftritt der Tanzgruppe "Ziemia Bydgoska"

17:15 Uhr Musikalischer Auftritt der Band "Go!band"

18:00 Uhr Ende

Zusätzlich: Kinder- und Elternspiele, Sportangebote, Essen und Trinken

Kosten: Eintritt in den Herzogenriedpark, Max-Joseph-Str. 64, 68169 Mannheim

März 1968 in Polen

Über die Studentenbewegung und die Ereignisse rund um den März 1968 in Polen referierte Prof. Jerzy Eisler vom Institut für Nationales Gedenken / Instytut Pamięci Narodowej aus Warschau am Sonntag, 17. Juni 2018, in Gemeindesaal der Polnischen Katholischen Mission Mannheim. Damals kämpften Studenten in Polen um Demokratisierung und Liberalisierung des kommunistischen Systems sowie um das Recht auf ein Leben in Wahrheit. Die Regierung instrumentalisierte diesen Protest und lenkte ihn gegen die im Land lebenden Juden, von denen ein großer Teil zur Auswanderung gezwungen wurde. Gleichzeitig führte die kommunistische Partei einen Kampf gegen Intellektuelle. Viele aus der "Generation '68", so Eisler, waren später in der antikommunistischen Opposition aktiv, die letztlich 1989 zur politischen Transformation führte. Eine lebhafte Diskussion mit dem Schwerpunkt Antisemitismus schloss sich an den Vortrag an (Text in polnischer Sprache siehe unter: Polnische Kultur/Vorträge).

Mühleninsel

in Bydgoszcz mit Blick auf die Opera Nova

Foto: Hannelore Helbig

Tanzgruppe "Kujawiak"

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