Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V.
Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V.

Aktuelles

Gedenkstein für polnische Zwangsarbeiter auf dem Hauptfriedhof Mannheim

In einer würdevollen Feier bei strahlender Sonne wurde am Sonntag, 2. Juni 2019, der Gedenkstein für die polnischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem polnischen Gräberfeld des Mannheimer Hauptfriedhofs eingeweiht. Das Mahnmal trägt die Namen derjenigen, die hier bestattet wurden, und erinnert an die Polinnen und Polen, die während des zweiten Weltkriegs von den Deutschen zur Zwangsarbeit nach Mannheim und Umgebung verschleppt worden waren. Viele von ihnen blieben nach Ende des zweiten Weltkriegs aus unterschiedlichen Gründen im Rhein-Neckar-Raum und arbeiteten als Soldaten und in anderen Berufen für die US-Armee in Mannheim. Wenn sie starben, wurden sie auf einem eigenen Gräberfeld auf dem Hauptfriedhof beigesetzt. Inzwischen ist die Liegefrist der meisten dieser Gräber abgelaufen, es gibt keine Angehörigen mehr und ein großer Teil der Grabsteine war nicht mehr sicher im Boden verankert. So entstand auf Initiative der Polnischen Katholischen Mission in Mannheim, von Dr. Stanislaus Stepien, Mannheim, Sohn eines polnischen Zwangsarbeiters, und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V. mit Zustimmung des städtischen Friedhofsamtes der Gedanke, die auf dem Gräberfeld beigesetzten Verstorbenen mit einem Gedenkstein zu ehren. Dank der Unterstützung durch das Generalkonsulat der Republik Polen in München und der Finanzierung durch das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe in Warschau konnte das Projekt verwirklicht werden.

Bei der Feierstunde, durch die Andreas Holm, Mitglied der polnischen katholischen Gemeinde, führte, sprachen der polnische Generalkonsul aus München Andrzej Osiak und für die Stadt Mannheim Stadträtin Prof. Dr. Heidrun Deborah Kämper. Der Vorsitzende der DPG Mannheim-Ludwigshafen e.V. Piotr Pilkowski ehrte mit einer eigens für diesen Anlass geschaffenen Urkunde Pfarrer Bogusław Banach von der Polnischen Katholischen Mission und in Abwesenheit den Leiter des Friedhofamtes Mannheim Andreas Adam. Posthum verlieh er die Ehrenurkunde ebenfalls an Dr. Stanislaus Stepien, der Ende Mai 2019 gestorben war. An der Feier nahmen weiterhin teil: Vertreter der Stadtverwaltung und des Gemeinderats Mannheim, des Migrationsbeirates Mannheim, des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe in Warschau, der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung sowie  des Instituts für Nationales Gedenken (IPN) in Warschau, und der polnischen Armee. Mit der Weihe des Gedenksteins durch Prälat Stanisław Budyn und Kranzniederlegungen endete die Feierstunde.

Fotos: Piotr Pilkowski

Schulkontakte

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Mannheim hat Kontakt mit dem Gymnasium (Liceum) Nr. 2 in Bydgoszcz aufgenommen. Vom 27. Mai bis 2. Juni 2019 besuchte eine Schülergruppe Mannheims polnische Partnerstadt. Dort wurden sie von der stellvertretenden Stadtpräsidentin Iwona Waszkiewicz und Joanna Zataj-Ross von der Abteilung Internationale Zusammenarbeit im Rathaus empfangen. Auf dem Programm standen neben einer Stadtbesichtigung Ausflüge in die Umgebung und nach Toruń/Thorn. Gewohnt haben die Schülerinnen und Schüler in polnischen Familien.

Bericht auf Polnisch und Fotos unter

https://www.bydgoszcz.pl/miasto/wspolpraca-z-zagranica/kalendarium-wydarzen/2019/wymiana-polsko-niemiecka-ii-liceum-ogolnoksztalcace-im-mikolaja-kopernika-w-bydgoszczy-oraz-geschwister-scholl-gymnasium-z-mannheim/

Speedway-Museum aus Bydgoszcz zu Besuch in Mannheim und Darmstadt

Foto: v.l.n.r. DPG-Vorsitzender Piotr Pilkowski, Piotr Glucklich, Museumsgründer Jaroslaw Gamszej, Christian Endrich, Bartosz Gamszej, Maciej Wilkowski und Wojtek Kaczmarek.                                Foto: Piotr Pilkowski

Das "Museum des Speedway-Sports" in Bydgoszcz beteiligte sich am 19. Mai 2019 auf Initiative der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V. am Internationalen Museumstag im Technoseum in Mannheim. Bei Speedway handelt es sich um eine besondere Form von Motorrad-Rennen auf abgesperrten Ovalbahnen. Diese Sportart ist in Polen und vor allem in Mannheims polnischer Partnerstadt sehr beliebt. Die Ausstellungsobjekte, die in Mannheim gezeigt wurden, hatte Museumsgründer Jarosław Gamszej aus Bydgoszcz gesammelt. Für ihn bzw. das Museum waren die Ausstellungen in Darmstadt am 18. Mai 2019 und in Mannheim die ersten im Ausland. So ließ er es sich nicht nehmen, persönlich nach Mannheim kommen. Während des Museumstages verteilte die DPG Ma-Lu Informationsmaterialien über die Partnerstadt Bydgoszcz. Der Stand, der gut sichtbar im Freien vor dem Technoseum aufgebaut war, fand großen Anklang bei Erwachsenen und Kindern. Vor allem Kinder nutzten die Gelegenheit, sich auf eines der Motorräder zu setzen und sich mit Helm fotografieren zu lassen. Groß war ebenfalls das Interesse an der Partnerstadt, nicht nur bei deutschen, sondern auch bei polnischen Besucherinnen und Besuchern. Gezeigt wurden Helmbezüge, Gesichtsmasken, Lederanzüge und Handschuhe aus den 70er Jahren, außerdem ein aktueller Sportanzug mit dem Logo von Bydgoszcz und der Sportanzug von Tomasz Gollup, dem siebenfachen Weltmeister, mit dem polnischen Adler. Zusätzlich wurden sechs Sportmotorräder gezeigt, drei aus den 50er Jahren und drei moderne Maschinen, die Christian Endrich aus Mannheim zur Verfügung stellte. Am Tag zuvor war die Speedway-Ausstellung im Rahmen eines Grillfestes in Darmstadt zu sehen gewesen, wo sie ebenfalls auf großes Interesse gestoßen war. Finanziell gefördert wurde das Vorhaben u. a. von der Stadt Bydgoszcz, dem Generalkonsulat der Republik Polen in Köln und der Stadt Mannheim.

"Wir spielen für Euch" - Konzert mit Liedern aus den 20er und 30er Jahren

Małgorzata Żurańska-Wilkowska aus Bydgoszcz und ihre Band gaben am Abend des 19. Mai 2019 im Gemeindesaal der Polnischen Katholischen Mission Mannheim, D 6, 9-11, ein Konzert mit bekannten polnischen Liedern aus den 20er und 30er Jahren. Die Sängerin aus der Partnerstadt ist bereits mehrfach zu Konzerten nach Mannheim gekommen und erfreut sich bei ihrem Publikum einer großen Beliebtheit. Auch dieses Mal wurde die Darbietung begeistert aufgenommen. Neben Małgorzata Żurańska-Wilkowska traten auf: Tadeusz Seibert - Gesang, Szymon Łukowski – Saxophon und Klarinette; Maja Babyszka - Klavier, Paweł Urowski – Kontrabass, und Mateusz Gruszkowski - Schlagzeug. Finanziell gefördert wurde das Konzert von der Stadt Bydgoszcz, der Stadt Mannheim und der DPG Ma-Lu e.V.

Gedenkfeier zur Erinnerung an Zwangsarbeiter in Ludwigshafen

In einer beeindruckenden Feierstunde wurde am 23. März 2019 auf dem Hauptfriedhof Ludwigshafen der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter gedacht, die zwischen 1939 und 1945 auf dem Gebiet der Stadt Ludwigshafen für Industrie, Verwaltung und in der Landwirtschaft arbeiten mussten. Viele von ihnen überlebten diese Zeit nicht. An insgesamt 596 Opfer erinnert das Internationale Gräberfeld auf dem Hauptfriedhof, das in den Jahren 1950 angelegt und 1962 noch einmal erweitert wurde. Die meisten der hier Bestatteten stammen aus Polen, insgesamt 194, und aus der ehemaligen Sowjetunion, insgesamt 168. Die polnischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter standen im Mittelpunkt der diesjährigen Feierstunde. In den kommenden Jahren soll jeweils einer anderen Nation gedacht werden. Der 23. März wurde bewusst als Termin gewählt, weil die Stadt Ludwigshafen 1945 an diesem Tag von den US-Amerikanern befreit wurde. Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck und der Generalkonsul der Republik Polen in Köln, Jakub Wawrzyniak, sprachen Grußworte. Nach der Kranzniederlegung trugen Pfarrer Bogusław Banach von der Polnischen Katholischen Mission Mannheim und Pfarrer Petro Bokanov, Mannheim, von der Orthodoxen Kirche der Ukraine, Deutsches Dekanat, Gebet und Fürbitte für die Verstorbenen vor. Umrahmt wurde die Ehrung durch musikalische Darbietungen und den Vortrag von Gedichten polnischer Autoren, die sich mit dem zweiten Weltkrieg auseinandersetzen. Im Anschluss an die Feierstunde hielt Dr. Klaus Jürgen Becker, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Ludwigshafen, im Gemeindesaal der Matthäusgemeinde einen Vortrag über "Polnische Zwangsarbeiter in Ludwigshafen". Veranstalter der Feierstunde waren der Internationale Bauorden Ludwigshafen, die DPG Ma-Lu, die Kinderhilfe Ukraine Rhein-Neckar und die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Rhein-Neckar.                                                                         Fotos: Piotr Pilkowski

Viele Gäste - großes Interesse - Neujahrsempfang 2019

Beim traditionellen Neujahrsempfang des Mannheimer Oberbürgermeisters im Rosengarten war die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V. auch 2019 wieder mit einem eigenen Stand vertreten. Faltblätter warben für den Verein, kleine Broschüren und Prospekte informierten über die polnische Partnerstadt und luden zu einem Besuch von Bydgoszcz ein. Direkt daneben befand sich der Stand des Fördervereins Städtepartnerschaften Mannheim e.V., so dass Besucherinnen und Besucher sich ein Bild von den vielfältigen internationalen Beziehungen der Stadt Mannheim machen konnten. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, seine Frau Daniela Franz und Erster Bürgermeister Christian Specht besuchten die beiden Stände bei ihrem Rundgang durchs Haus. Viel Beifall gab's auch für den Auftritt der Tanzgruppe "Kujawiak" zusammen mit der Sängerin Małgorzata Żurańska-Wilkowska aus Bydgoszcz. Der Neujahrsempfang stand in diesem Jahr unter dem Schwerpunkt "Stadt im Wandel – Mannheim 2030". Siehe auch: https://www.mannheim.de/de/stadt-gestalten/neujahrsempfang-der-stadt-mannheim

Fotos: Janetta Seifert und Piotr Pilkowski

Mühleninsel

in Bydgoszcz mit Blick auf die Opera Nova

Foto: Hannelore Helbig

Tanzgruppe "Kujawiak"

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