Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V.
Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V.

Aktuelles

Barock-Konzert zu Ehren des Königs von Polen

Die DPG Mannheim-Ludwigshafen und die Akademie für Alte Musik mit Sitz in Mrocza bei Bydgoszcz hatten am 18. September 2022 zu einem Barock-Konzert in der Spitalkirche, E 6, 1-3, in Mannheim eingeladen. Der Abend fand großen Beifall bei den Zuhörerinnen und Zuhörern. Cembalistin Dorota Zimna von der Akademie für Alte Musik war für dieses Konzert nach Mannheim gekommen; ihre Partner waren Lorenzo Gabriele, Traversflöte, und Matthias Bergmann, Viola da Gamba. Gefördert wurde das Konzert u. a. vom Kulturamt der Stadt Mannheim und der Stadt Bydgoszcz. 

Frühjahrs-Empfang im Rosengarten

Rund 3.000 Besucher und Besucherinnen kamen zum Frühjahrs-Empfang der Stadt Mannheim am Sonntag, 22. Mai 2022, in den Rosengarten. Etwa 150 Gruppen, Vereine, Unternehmen,Hochschulen und sonstige Einrichtungen informierten über ihre Arbeit und ihre Angebote, darunter auch die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen. Am Stand nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, sich über Polen und die polnische Partnerstadt Bydgoszcz zu informieren. Unser Bild zeigt  Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz am Stand der DPG und die Vorstandsmitglieder Piotr Pilkowski, Vorsitzender, Gisela Medzeg und Hella Rabl (v.l.n.r.).

Foto: Janeta Seifert

Der Menschen aus der Ukraine gedenken

Das Leiden der Ukrainerinnen und Ukrainer stand im Mittelpunkt der Gedenkfeier für die Zwangsarbeiter in Ludwigshafen, die am 23. März 2022 auf dem Hauptfriedhof Ludwigshafen stattfand. Am Mahnmal für die Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter der ehemaligen Sowjet-Union wurden nicht nur Kränze niedergelegt, die Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen und Vereine zeigten zugleich ihre große Anteilnahme am Schicksal der Menschen in der Ukraine, die aktuell vom Krieg betroffen sind. Eine ältere geflüchtete Ukrainerin, die seit kurzem in Heidelberg lebt, dankte, mit den Tränen kämpfend, für den Schutz und die Unterstützung, sie sie erfahre (Foto).

Als Vertreter der Stadt Ludwigshafen erinnerte Baudezernent Alexander Thewalt an das schwere Schicksal der Menschen, die während des zweiten Weltkriegs in Ludwigshafen hatten arbeiten müssen und hier gestorben sind. Grußworte sprachen Andreas Kaprocki vom Dachverband der ukrainischen Organisationen, Maria Melnik von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Rhein-Neckar, Valentyna Sobetska von der Kinderhilfe Ukraine Rhein-Neckar und Piotr Pilkowski von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen. Für die musikalische Umrahmung sorgte Uli Wagner, Gebet und Fürbitte sprach Pfarrer Josef D. Szuba vom Katholischen Dekanat Ludwigshafen. Wegen der Corona-Pandemie hatte die Feierstunde erneut nur im kleinen Kreis stattfinden können. Am 23. März 1945 hatten die US-Amerikaner Ludwigshafen von der nationalsozialistischen Herrschaft befreit.

Foto: Piotr Pilkowski

Spenden für Flüchtlinge aus der Ukraine

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen organisiert zusammen mit dem Großen Orchester der Weihnachtshilfe (GOWH) eine Spendenaktion für die Opfer des Krieges in der Ukraine. Ziel ist es, die Partnerstadt Bydgoszcz zu unterstützen, die, wie viele andere polnische Städte auch, Flüchtlinge aufnimmt. An den Wochenenden Mitte März fuhren die ersten Lieferwagen von Mannheim nach Bydgoszcz. Ein Teil der Spenden ging auch  in den Ort Szydłowiec, wo  Flüchtlinge in einem Hotel eine erste Bleibe gefunden haben.  Das Foto zeigt die Helferin und Helfer kurz vor der Abfahrt nach Polen.

Es werden weiterhin Spenden gesammelt, insbesondere

Hygieneartikel, Medikamente, Schmerzmittel, Verbände und sonstige medizinische Bedarfsartikel

Decken, Schlafsäcke, Kissen, Bettwäsche, Handtücher, Regenjacken - neu oder in sehr gutem Zustand,

Haltbare Nahrung wie Reis, Nudeln, Konserven u.a.,verpackt und beschriftet. 

Die Spenden können an folgenden Orten abgegeben werden:

Lukullus, Hanauer Str. 25, 68305 Mannheim, Tel.  0621-71877884, 

Restaurant "Zum Niederbrückl", Neckarauer Waltweg 31, 68199 Mannheim,

Tel. 0176-23544536, jeweils während der Öffnungszeiten. 

Foto: Pilkowski 

Musik und Kunst für ukrainische Kinder in Bydgoszcz

Zum Internationalen Tag der Alten Musik am 21. März 2022 ruft der Verein “Akademie für Alte Musik“ in Bydgoszcz zu  einer Spendensammlung für die Organisation von Musik- und Kunst-Workshops für ukrainische Kinder auf, die aktuell als Flüchtlinge in Bydgoszcz leben. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist ein Konzert, zu dem der Mannheimer Musiker Matthias Bergmann eingeladen wurde. Auf seiner Facebook-Seite unterstützt Bergmann, der vor allem als Gambist und Solocellist tätig ist, den Spendenaufruf. Jeder, schreibt er, der bereit ist, diese einzigartige Aktion zu unterstützen, kann eine Spende auf das Konto des Vereins leisten. Erforderlich ist dabei der Vermerk "Donation for statutory purposes - workshops for children".

Die Adresse des Vereins: Stowarzyszenie Akademia Muzyki Dawnej,

Samsieczynek 40, Pl-89-115 Mrocza

Konto-Nummer: Bank: BNP Paribas Bank Polska S.A, SWIFT: PPABPLPKXXX

Empfänger: Stowarzyszenie Akademia Muzyki Dawnej

IBAN: PL​35 2030 0045 1110 0000 0383 2430

Überweisungsgebühren werden vom Spender übernommen. 

Weitere Informationen unter: 

https://www.facebook.com/photo?fbid=5519888078039813&set=a.4037499862945316

Polnisches Wohltätigkeits-Konzert aus Mannheim

Das Konzert des “Großen Orchesters der Weihnachtshilfe GOWH“ (Wielka Orkiestra Świątecznej Pomocy, WOŚP) fand am 30. Januar 2022  zum ersten Mal in Mannheim statt, allerdings wegen der Corona-Pandemie ausschließlich online. Mit dem Erfolg der Versteigerungen und Straßensammlungen waren die Veranstalter sehr zufrieden: Rund 8000 Euro kamen in  der Kulturhalle Feudenheim in Mannheim, von wo die Sendung ausgestrahlt wurde, zusammen. Ganz ohne Pannen lief die Mannheimer Online-Premiere jedoch nicht über die Bühne. Etwa anderthalb Stunden nach Beginn brach die Übertragung ab, auch der Kontakt zur Partnerstadt Bydgoszcz kam aus technischen Gründen nicht zustande. Immerhin konnte Piotr Pilkowski,  der Vorsitzende der DPG Mannheim-Ludwigshafen, als Mitveranstalter des Konzerts die Mannheimer Stadträtin Nina Wellenreuther und die Mitarbeiterin der Stadt Mannheim, Abteilung Internationales, Jana Garbrecht begrüßen. Mit Charme und Schwung führten Karolina Perek und Rafat Smerelca vom Veranstalter-Stab Karlsruhe-Mannheim durch die Online-Sendung und trugen so zu deren Erfolg bei.

„Das große Orchester der Weihnachtshilfe“ ist eine polnische nichtstaatliche Wohltätigkeitsorganisation, die traditionell im Januar in Polen und weltweit vor allem bei Auslandspolen, der sogenannten Polonia, Spendengelder für medizinische Geräte sammelt. In diesem Jahr sollen Geräte für die Diagnose und Behandlung im Bereich der Augenheilkunde angeschafft werden. 

40 Jahre DPG - Vereins-Chronik liegt vor

Die Schwerpunkte der Arbeit haben sich zwar im Laufe der vergangenen vier Jahrzehnte vielfach verändert. Doch noch immer ist die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen ein aktiver Verein, der für Freundschaft mit Polen wirbt und sich für die Städtepartnerschaft zwischen Mannheim und Bydgoszcz engagiert. Das spiegelt die Vereins-Chronik, die Gisela Medzeg, seit 1988 Mitglied und seit Herbst 2021 Ehrenvorsitzende, unter dem Titel „Erinnern und Verstehen“ veröffentlicht und am 19. November 2021 im Stadtarchiv Mannheim, dem Marchivum, vorgestellt hat. Für die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung bot sich zugleich die Gelegenheit, an einer Führung durch das Marchivum teilzunehmen, das im Ochsenpferchbunker in Mannheim-Neckarstadt nach entsprechendem Umbau seinen neuen Sitz gefunden hat. Außerdem informierte das Archiv über die geplante Sammlung zum Thema Migration nach Mannheim. Die Führung leitete Dr. Harald Stockert, stellvertretender Direktor. Der Vorsitzende der DPG Mannheim-Ludwigshafen Piotr Pilkowski stellte kurz den Verein und die Autorin vor. Anschließend las Gisela Medzeg einige Passagen aus der Vereins-Chronik. 

Zwei Tage später, am 21. November 2021, stellte der Vorsitzende der DPG Mannheim- Ludwigshafen Piotr Pilkowski die Vereins-Chronik in der Partnerstadt Bydgoszcz vor. Etwa 45 Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen an der Veranstaltung teil, darunter die Mitglieder der Tanz- und Gesangsgruppe Ziemia Bydgoska, deren Darbietung die Buchvorstellung festlich umrahmte. Zu den Ehrengästen, die Moderator Maciej Wilkowski, Journalist in Bydgoszcz, begrüßen konnte, gehörten Ewa Krupa, die Direktorin des kujawisch-pommerschen Kulturzentrums, wo die Veranstaltung stattfand, der stellvertretende Vorsitzende des Stadtrats Lech Zagłoba-Zygler und die Vertreterin der Stadt Bydgoszcz Joanna Zataj-Ross. Die Autorin der Vereins-Chronik Gisela Medzeg hatte ihren Besuch wegen der steigenden Zahl der Corona-Infektionen aus Sicherheitsgründen leider absagen müssen.

Fotos Mannheim: Gerd Stüber-Fehr und Janeta Seifert; Fotos Bydgoszcz: Adam Borkowski

Resolution zur Rechtsstaatlichkeit in Polen

Die Mitgliederversammlung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband hat am 24.10.2021 in Göttingen eine Umkehr in der Debatte über die Rechtsstaatlichkeit in Polen gefordert. Die Resolution richtet sich insbesondere an die polnische Regierung mit dem Aufruf zur Besonnenheit, zur Mäßigung der antieuropäischen Rhetorik und vor allem zur Respektierung rechtsstaatlicher Prinzipien. Ausdrücklich betont die Mitgliederversammlung: "Die EU braucht Polen. Polen braucht die EU." 

Der genaue Wortlaut der Resolution unter: 

https://www.dpg-bundesverband.de/deutsch-polnische-termine/europ%C3%A4isches-recht-ist-unser-aller-recht.html

Resolution zu Minderheiten

In einer weiteren Resolution "Für ein vielfältiges und respektvolles Miteinander in Deutschland und Polen" hat die Mitgliederversammlung Schutz, Respekt und Gleichberechtigung von und für Minderheiten über Ländergrenzen hinweg gefordert. Direkt angesprochen wird die polnische Regierung: "Wir appellieren daher an die polnische Regierung dafür Sorge zu tragen, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität nicht länger Diskriminierung und Hass erfahren. Das Versprechen der polnischen Verfassung, dass die Freiheit des Menschen unter dem Schutz des Rechts steht, muss für alle Menschen in Polen gleichermaßen Geltung haben", heißt es wörtlich.

"Harte Zeiten -  Ciężkie Czasy"

Eine gemeinsame Ausstellung von polnischen und deutschen Künstlerinnen und Künstler wird aktuell unter dem Titel „Harte Zeiten Ciężkie Czasy“ in Mannheim und der polnischen Partnerstadt Bydgoszcz gezeigt.  Die Galerie Port25, Raum für Gegenwartskunst in Mannheim, und die Städtische Galerie bwa in Bydgoszcz stellen ausgewählte Arbeiten vor. Bis zum 7. November 2021 besteht Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen. Kooperationspartner ist der Künstlerbund Baden-Württemberg. Aus annähernd 100 eingereichten Arbeiten wählte die Jury zehn polnische und zehn deutsche Kunstobjekte aus; zusätzlich waren Beiträge im Bereich Performance, Workshop o.ä. vorgesehen. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen unterstützt dieses Ausstellungsprojekt, u. a. durch Führungen in polnischer Sprache.

Ein Besuch der Ausstellung ist nur geimpft, genesen oder getestet möglich.

Weitere Informationen, Veranstaltungsprogramm und Anmelde-formular  unter www.port25-mannheim.de 

DPG mit Stand beim Spinelli-Fest

Zum ersten großen Fest auf dem Spinelli-Gelände in Mannheim hatte die Bundesgartenschau-Gesellschaft am Sonntag, 12. September 2021, eingeladen. Im Frühjahr und Sommer 2023 wird hier die nächste Bundesgartenschau stattfinden, und so hatten die Besucherinnen und Besucher aus Mannheim und Umgebung Gelegenheit, bei sommerlichem Wetter das Gelände zu erkunden. Gleichzeitig stellten sich zahlreiche Vereine, Institutionen und Organisationen vor, darunter die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen. Es war ähnlich wie beim Neujahrsempfang im Rosengarten; nur bot das Gelände wesentlich mehr Platz, so dass für alle interessierten Gäste genügend Zeit und Raum zur Verfügung stand. Insgesamt kamen rund 4600 Besucherinnen und Besucher. Wie das Foto zeigt, nutzten etliche die Gelegenheit, um sich über Mannheims polnische Partnerstadt Bydgoszcz und die DPG zu informieren. Foto: Gerd Stüber-Fehr

Ehrung der Zwangsarbeiter in Ludwigshafen

Auf einen kleinen Kreis wegen der Corona-Pandemie beschränkte sich die Ehrung der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Hauptfriedhof Ludwigshafen am 23. März 2021. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck sprach ein paar Worte. Gekommen waren der Vorsitzende der DPG Mannheim-Ludwigshafen Piotr Pilkowski, die Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Rhein-Neckar Maria Melnik, Peter Runck vom Internationalen Bauorden und Dr. Klaus-Jürgen Becker, stellv. Leiter des Stadtarchivs Ludwigshafen. Die kleine Feierstunde wurde musikalisch durch Gitarrenmusik umrahmt. Foto: Pilkowski

Mannheim spendet medizinische Masken

Mannheim spendete der polnischen Partnerstadt Bydgoszcz 50.000 medizinische Masken, wie aus einer Presseerklärung der Stadt Mannheim vom 15.12.2020 hervorgeht. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen unter ihrem Vorsitzenden Piotr Pilkowski organisierte zusammen mit Christian Endrich von Motorrad-Endrich in Mannheim den Transport, so dass die Masken rasch in Bydgoszcz eintrafen. Die Stadt Bydgoszcz kämpft mit hohen Fallzahlen in der Corona-Pandemie, es fehlt aber im Klinikum und anderen Einrichtungen an dringend benötigter Schutzausrüstung. Rafał Bruski, Stadtpräsident von Bydgoszcz, betonte in seinen Dankesworten, dass in den vergangenen 30 Jahren des Bestehens der Partnerschaft eine echte Freundschaft zwischen beiden Städten  entstanden sei.

Weitere Informationen unter: https://www.mannheim.de/de/nachrichten/maskenspende-fuer-bydgoszcz ,

auf polnisch unter: http://www.bydgoszcz.pl/aktualnosci/tresc/mannheim-solidarne-z-bydgoszcza/

und: https://www.radiopik.pl/2,89920,tysiace-maseczek-przyjechaly-z-mannheim-dar-dla

Stand der DPG beim Neujahrsempfang im Rosengarten 

Am Montag, 6. Januar 2020, begann das Jahr 2020  mit dem Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters im Rosengarten Mannheim. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft (DPG) Mannheim-Ludwigshafen e.V. war im Bereich "Internationale Beziehungen/Migration/Vielfalt" mit einem eigenen Stand vertreten. Viele Gäste nahmen die Gelegenheit wahr, sich über die Partnerstadt Bydgoszcz zu informieren und mit Vorstandsmitgliedern ins Gespräch zu kommen.

Der Auftritt der Tanzgruppe "Kujawiak" fand wie vorgesehen statt und erhielt viel Applaus.  Gast war die Sängerin Małgorzata  Żurańska-Wilkowska mit Band aus Bydgoszcz.
Am Tag zuvor gab sie ein Konzert im Gemeindesaal der polnischen katholischen Mission in Mannheim.

Foto: Der Vorsitzende Piotr Pilkowski und Vorstandsmitglied Hella Rabl am Stand.

Fotos: Maciej Wilkowski

Schulbesuch aus Bydgoszcz

Besuch aus Bydgoszcz hatte das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Mannheim Anfang Dezember 2019. Fünf Schülerinnen und Schüler von der Allgemeinbildenden Kopernikus-Oberschule (Liceum Ogólnokształcące nr 2 im. Mikolaja Kopernika) kamen zusammen mit ihren Lehrerinnen Alicja Wociechowska und Aneta Szerengowska. Dieser Schulkontakt verdankt sich der Initiative der DPG Mannheim-Ludwigshafen. Gleichzeitig besuchten Schülerinnen und Schüler aus den Partnerstädten Toulon in Frankreich und Chisinau in der Republik Moldau das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Für die Mannheimer Schule hatten die Lehrer Arkadius Pielesch, Christian Kugler und Holger Steffan diese Schul- und Schüler-Begegnungen organisiert. Im Frühjahr waren die Mannheimer Schülerinnen und Schüler in  Bydgoszcz gewesen.

Das Foto zeigt Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnern und Lehrer; ganz recht Gerd Stüber-Fehr, stellvertr. Vorsitzender der DPG, links neben ihm der Vorsitzende Piotr Pilkowski. Foto: Pilkowski

Ehrung für polnische Wissenschaftlerin

Jahrestagung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bundesverband

Bei der Jahrestagung des Bundesverbandes in Homburg/Saar wurde die polnische Wissenschaftlerin Anna Wolff-Powęska mit dem Dialog-Preis 2019 ausgezeichnet. Die Historikerin beschäftigt sich insbesondere mit den polnisch-deutschen Beziehungen. Die Laudatio hielt der bekannte polnische Publizist Adam Krzemiński, der 2013 den Dialog-Preis erhalten hatte. Zuvor hatte Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., die Arbeit der Preisträgerin gewürdigt. Zur Eröffnung der Tagung waren zahlreice Ehrengäste gekommen, darunter Außenminister Heiko Maas gekommen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Sorgen um die Demokratie in Deutschland und Polen sowie die Fragen nach der Bedeutung der Zivilgesellschaft für Europa und der Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Deutschland und Polen. Die Mitgliederversammlung zum Abschluss der Jahrestagung befürwortete ein Denkmal in Berlin für die polnischen Opfer der deutschen Besatzung während des zweiten Weltkriegs.

Weitere Informationen unter: https://www.dpg-bundesverband.de/

und https://forumdialog.eu/

Das Foto zeigt die Preisträgerin Anna Wolff-Powęska (mitte), Prof. Rita Süssmuth (links daneben) sowie weitere Ehrengäste; links außen der stell. Vorsitzende Christian Schröter. Foto: Janeta Seifert

Runder Tisch in Warschau und  Berliner Mauer

Die Polnisch-Deutsche Gesellschaft Bydgoszcz hatte am 5. Oktober 2019 zu einer Konferenz in der Universitätsbibliothek in Bydgoszcz zum Thema "Der Runde Tisch und die Berliner Mauer" eingeladen. Im Februar 1989 war in Warschau der Runde Tisch zusammen getreten, dem Mitglieder der offiziell noch verbotenen Solidarność-Bewegung und der kommunistischen Regierung angehörten. In diesen Gesprächen wurden die ersten halbfreien Wahlen Anfang Juni 1989 in Polen vereinbart, bei denen die Solidarność-Bewegung einen haushohen Sieg errang. Die Bürgerrechtsbewegung in der DDR ließ sich von der polnischen Befreiungsbewegung anstecken. Im Herbst 1989 begannen die großen Demonstrationen u. a. in Leipzig und Berlin, die schließlich zur Öffnung der Grenze und der Berliner Mauer am 9. November 1989 führten. Bei der  Konferenz in Bydgoszcz, die in Zusammenarbeit mit der DPG Mannheim-Ludwigshafen durchgeführt wurde, beleuchteten zwei Vorträge die damalige historische Situation. Dr. Sławomir Łaniecki vom Museum für Diplomatie und Emigration in Bydgoszcz referierte über "Der Runde Tisch und die Berliner Mauer aus der polnischen Perspektive", Gisela Medzeg, Vorstandsmitglied der DPG Ma-Lu, sprach über "Der Runde Tisch und die Berliner Mauer aus deutscher Perspektive". Anschließend luden die deutsche Generalkonsulin in Gdańsk/Danzig Cornelia Pieper und die Vorsitzende der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Danuta Szczepaniak-Kucik zu einem Konzert und zu einem Empfang ein. Bei dieser Gelegenheit wurde letztere mit einer Urkunde für ihr Engagement für die polnisch-deutsche Verständigung geehrt. An der gesamten Veranstaltung nahm auch der Vorsitzende der DPG Ma-Lu Piotr Pilkowski teil.

Weitere Informationen auf polnisch unter: tpnbydgoszcz.wixsite.com/mojawitryna/kopia-21-09-2019-projekt-droga-ku-w

Gedenkstein für polnische Zwangsarbeiter auf dem Hauptfriedhof Mannheim

In einer würdevollen Feier bei strahlender Sonne wurde am Sonntag, 2. Juni 2019, der Gedenkstein für die polnischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem polnischen Gräberfeld des Mannheimer Hauptfriedhofs eingeweiht. Das Mahnmal trägt die Namen derjenigen, die hier bestattet wurden, und erinnert an die Polinnen und Polen, die während des zweiten Weltkriegs von den Deutschen zur Zwangsarbeit nach Mannheim und Umgebung verschleppt worden waren. Viele von ihnen blieben nach Ende des zweiten Weltkriegs aus unterschiedlichen Gründen im Rhein-Neckar-Raum und arbeiteten als Soldaten und in anderen Berufen für die US-Armee in Mannheim. Wenn sie starben, wurden sie auf einem eigenen Gräberfeld auf dem Hauptfriedhof beigesetzt. Inzwischen ist die Liegefrist der meisten dieser Gräber abgelaufen, es gibt keine Angehörigen mehr und ein großer Teil der Grabsteine war nicht mehr sicher im Boden verankert. So entstand auf Initiative der Polnischen Katholischen Mission in Mannheim, von Dr. Stanislaus Stepien, Mannheim, Sohn eines polnischen Zwangsarbeiters, und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V. mit Zustimmung des städtischen Friedhofsamtes der Gedanke, die auf dem Gräberfeld beigesetzten Verstorbenen mit einem Gedenkstein zu ehren. Dank der Unterstützung durch das Generalkonsulat der Republik Polen in München und der Finanzierung durch das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe in Warschau konnte das Projekt verwirklicht werden.

Bei der Feierstunde, durch die Andreas Holm, Mitglied der polnischen katholischen Gemeinde, führte, sprachen der polnische Generalkonsul aus München Andrzej Osiak und für die Stadt Mannheim Stadträtin Prof. Dr. Heidrun Deborah Kämper. Der Vorsitzende der DPG Mannheim-Ludwigshafen e.V. Piotr Pilkowski ehrte mit einer eigens für diesen Anlass geschaffenen Urkunde Pfarrer Bogusław Banach von der Polnischen Katholischen Mission und in Abwesenheit den Leiter des Friedhofamtes Mannheim Andreas Adam. Posthum verlieh er die Ehrenurkunde ebenfalls an Dr. Stanislaus Stepien, der Ende Mai 2019 gestorben war. An der Feier nahmen weiterhin teil: Vertreter der Stadtverwaltung und des Gemeinderats Mannheim, des Migrationsbeirates Mannheim, des Ministeriums für Kultur und Nationales Erbe in Warschau, der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung sowie  des Instituts für Nationales Gedenken (IPN) in Warschau, und der polnischen Armee. Mit der Weihe des Gedenksteins durch Prälat Stanisław Budyn und Kranzniederlegungen endete die Feierstunde. Fotos: Piotr Pilkowski

Schulkontakte

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Mannheim hat Kontakt mit dem Gymnasium (Liceum) Nr. 2 in Bydgoszcz aufgenommen. Vom 27. Mai bis 2. Juni 2019 besuchte eine Schülergruppe Mannheims polnische Partnerstadt. Dort wurden sie von der stellvertretenden Stadtpräsidentin Iwona Waszkiewicz und Joanna Zataj-Ross von der Abteilung Internationale Zusammenarbeit im Rathaus empfangen. Auf dem Programm standen neben einer Stadtbesichtigung Ausflüge in die Umgebung und nach Toruń/Thorn. Gewohnt haben die Schülerinnen und Schüler in polnischen Familien.

Bericht auf Polnisch und Fotos unter

https://www.bydgoszcz.pl/miasto/wspolpraca-z-zagranica/kalendarium-wydarzen/2019/wymiana-polsko-niemiecka-ii-liceum-ogolnoksztalcace-im-mikolaja-kopernika-w-bydgoszczy-oraz-geschwister-scholl-gymnasium-z-mannheim/

Speedway-Museum aus Bydgoszcz in Mannheim 

Foto: v.l.n.r. DPG-Vorsitzender Piotr Pilkowski, Piotr Glucklich, Museumsgründer Jaroslaw Gamszej, Christian Endrich, Bartosz Gamszej, Maciej Wilkowski und Wojtek Kaczmarek.                                Foto: Piotr Pilkowski

Das "Museum des Speedway-Sports" in Bydgoszcz beteiligte sich am 19. Mai 2019 auf Initiative der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Mannheim-Ludwigshafen e.V. am Internationalen Museumstag im Technoseum in Mannheim. Bei Speedway handelt es sich um eine besondere Form von Motorrad-Rennen auf abgesperrten Ovalbahnen. Diese Sportart ist in Polen und vor allem in Mannheims polnischer Partnerstadt sehr beliebt. Die Ausstellungsobjekte, die in Mannheim gezeigt wurden, hatte Museumsgründer Jarosław Gamszej aus Bydgoszcz gesammelt. Für ihn bzw. das Museum waren die Ausstellungen in Darmstadt am 18. Mai 2019 und in Mannheim die ersten im Ausland. So ließ er es sich nicht nehmen, persönlich nach Mannheim kommen. Während des Museumstages verteilte die DPG Ma-Lu Informationsmaterialien über die Partnerstadt Bydgoszcz. Der Stand, der gut sichtbar im Freien vor dem Technoseum aufgebaut war, fand großen Anklang bei Erwachsenen und Kindern. Vor allem Kinder nutzten die Gelegenheit, sich auf eines der Motorräder zu setzen und sich mit Helm fotografieren zu lassen. Groß war ebenfalls das Interesse an der Partnerstadt, nicht nur bei deutschen, sondern auch bei polnischen Besucherinnen und Besuchern. Gezeigt wurden Helmbezüge, Gesichtsmasken, Lederanzüge und Handschuhe aus den 70er Jahren, außerdem ein aktueller Sportanzug mit dem Logo von Bydgoszcz und der Sportanzug von Tomasz Gollup, dem siebenfachen Weltmeister, mit dem polnischen Adler. Zusätzlich wurden sechs Sportmotorräder gezeigt, drei aus den 50er Jahren und drei moderne Maschinen, die Christian Endrich aus Mannheim zur Verfügung stellte. Am Tag zuvor war die Speedway-Ausstellung im Rahmen eines Grillfestes in Darmstadt zu sehen gewesen, wo sie ebenfalls auf großes Interesse gestoßen war. Finanziell gefördert wurde das Vorhaben u. a. von der Stadt Bydgoszcz, dem Generalkonsulat der Republik Polen in Köln und der Stadt Mannheim.

"Wir spielen für Euch" - Konzert mit Liedern aus den 20er und 30er Jahren

Małgorzata Żurańska-Wilkowska aus Bydgoszcz und ihre Band gaben am Abend des 19. Mai 2019 im Gemeindesaal der Polnischen Katholischen Mission Mannheim, D 6, 9-11, ein Konzert mit bekannten polnischen Liedern aus den 20er und 30er Jahren. Die Sängerin aus der Partnerstadt ist bereits mehrfach zu Konzerten nach Mannheim gekommen und erfreut sich bei ihrem Publikum einer großen Beliebtheit. Auch dieses Mal wurde die Darbietung begeistert aufgenommen. Neben Małgorzata Żurańska-Wilkowska traten auf: Tadeusz Seibert - Gesang, Szymon Łukowski – Saxophon und Klarinette; Maja Babyszka - Klavier, Paweł Urowski – Kontrabass, und Mateusz Gruszkowski - Schlagzeug. Finanziell gefördert wurde das Konzert von der Stadt Bydgoszcz, der Stadt Mannheim und der DPG Ma-Lu e.V.

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